RELAtief
Nichts ist so, wie es zu sein scheint ....                                                                
Samstag, 16. Juni 2018
# 0438: Die Zukunft hat schon lange begonnen ....

.... nur so schleichend, dass wir es nicht bemerkten.

Mehr dazu → DORT

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Dienstag, 12. Juni 2018
# 0437: Gute Sitten ....

.... und eine grund­sätz­li­che Höf­lich­keit schei­nen in die­ser Zeit kei­nen Platz mehr zu haben.

Etwa ein "Danke!" oder "Bitte!" ist immer sel­te­ner zu hören. Es wird dar­auf ver­zich­tet eine Rück­mel­dung zu geben wenn eine Sache als 'erle­digt' gel­ten kann. Schon ein freund­li­ches Zunicken oder ein Lächeln scheint man­chen Zeit­ge­nos­sen zuviel der Auf­merk­sam­keit für Andere zu sein.

Kin­der ken­nen keine häu­fig keine Rück­sicht­nahme, so, wie es noch vor Jah­ren üblich war Erwach­sene nicht zu duzen. Ältere Men­schen wur­den geach­tet, man rem­pelte sie nicht an, pöbelte sie nicht an und machte ihnen - die ja meist nicht mehr ganz so flott unter­wegs sind - auf dem Geh­weg oder in der Fuß­gän­ger­zone Platz.

Schon erst recht schei­nen Alters­ge­nos­sen nicht als soziale Wesen wahr­ge­nom­men zu wer­den:
Da wird her­um­ge­brüllt und geschubst, geboxt und getre­ten - von abwer­ten­der Gos­sen­spra­che mag ich schon gar­ nicht erst anfan­gen ....

Beschei­den­heit ist ebenso aus der Mode gekom­men - es wird geprahlt was das Zeug hält. Meist mit Din­gen, die unper­sön­lich und oft nicht selbst erar­bei­tet sind: Flotte Jeans, schicker Pull­over, neu­estes Mobil­te­le­fon .... das ersetzt die feh­lende Per­sön­lich­keit. Junge Leute wer­den zu Anzieh­pup­pen die dem glei­chen, was ihnen die Wer­bung als "In" vor­gau­kelt.
Mir wird regel­mä­ßig schlecht wenn ich dann noch im Inter­net auf soge­nannte "influ­en­cer" stoße, die, oft nicht ein­mal einer kor­rek­ten Sprach­nut­zung mäch­tig, Kos­me­tik und ande­ren unnüt­zen Tand an ihre Alters­ge­nos­sen oder iden­ti­täts­su­chende Tee­nies ver­ticken.

Wie auch sol­len Kin­der und Jugend­li­che ver­nünf­ti­ges Ver­hal­ten ler­nen, wenn ihre Eltern sol­cher­lei Benimm nicht gelernt zu haben schei­nen und daher nicht 'vor­le­ben' kön­nen ....

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Donnerstag, 7. Juni 2018
# 0436: Unwissenheit

.
Im zweiten Teil ging es darum wie naturwissenschaftliche Grundkenntnisse in die Bewältigung von Privat- und Arbeitsleben eingewoben sind - und warum solche Kenntnisse helfen das eigene Handeln sinnvoll zu gestalten.

Wenigstens Basiskenntnisse mitzubringen - und dann noch zu wissen wo man suchen muß um ergänzende Informationen zu erhalten - ist nötig, damit man sich ein korrektes Bild der Sachverhalte machen kann.

Im folgenden Text werde ich auf fünf Bereiche näher eingehen. Wo schon früher Informationen festgehalten wurden sind Verweise (Links) vorhanden. Bei Interesse empfehle ich die verlinkten Inhalte zur Ergänzung zu Rate zu ziehen. Da es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt habe ich zur Eingrenzung der jeweiligen Themen eine Auswahl getroffen. Diese ist als "Unterthema" näher bezeichnet.

Nahrung:
"Gesunde Ernäh­rung"

An der Frage welche Art der Ernährung sinnvoll und gesund ist haben sich viele Fachleute und noch mehr selbsternannte Heilsbringer versucht - die Literatur dazu ist unüberschaubar und deswegen fällt es nicht leicht daraus sinnvoll zu wählen was relevant ist und was nicht.

Ich versuche daher einen anderen Ansatz:
Stellen sie sich vor wie die Urmenschen gelebt haben - und was sie gegessen haben. Wir sind von diesem Beginn der 'Menschwerdung' noch nicht weit entfernt:
Das erste Auftreten von Hominiden wird auf eine Zeit vor ca. 4 [4,2 – 3,9] bis 1,5 Mio Jahre geschätzt. Damit sind wir Menschen, deren erstes Auftreten in der heutigen Gestalt ca. 600.000 bis 200.000 Jahre - als archaische Formen von Homo sapiens, auch Homo heidelbergensis bezeichnet - her ist eine ziemlich "junge" Art auf diesem Planeten.

Menschen sind - etwa im Vergleich zu Elephanten [vor ca. 6. Mio Jahren] - eine späte und jeweils räumlich begrenzte Entwicklung. Einige Linien waren erfolgreich und haben sich fortentwickelt, andere sind untergegangen.

Man kann sich also erstmal nur ansehen von was sich die Urmenschen ernährten - und schon wird klar WIE unsere heutige Nahrung aussehen sollte.

Die Urmenschen waren ALLES(-fr-)esser - was bedeutet, sie nahmen tierische und pflanzliche Nahrung zu sich. Die fleischverzehrenden Urmenschen waren damals wohl die erfolgreicheren, ihre sich hauptsächlich pflanzlich ernährenden Genossen blieben kleiner und entwickelten sich langsamer.

Dies festgestellt bleibt nur ein Fazit:
Rein pflanzliche Ernährung für Menschen ist nicht artgerecht.

Noch eine weitere Überlegung dazu. Die Zusammensetzung des Eiweißes von Pflanzen unterscheidet sich von der tierischen Eiweißes. WIKIPEDIA sagt dazu "Es kommt bei Protein als Nahrung allein auf den Anteil an deren Bausteinen, den Aminosäuren, an."

Das zu verdeutlichen hilft der Begriff der "Biologischen Wertigkeit"- den WIKIPEDIA so formuliert: "Die biologische Wertigkeit eines Proteins in einem Lebensmittel ist ein Maß dafür, mit welcher Effizienz dieses Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgesetzt werden kann."

Das kommt daher, dass zwischen der Zahl der verschiedenen Aminosäuren (Bausteine der Proteine) bei Planzen und Tieren Unterschiede bestehen - man kann einen Prozentsatz dieser "Übereinstimmung" berechnen.

Als Basis wird das Eiweiß eines Hühnereies herangezogen. Große Zahlen bedeuten gute Übereinstimmung mit dem Eiweiß des Menschen, kleine Zahlen sind ungünstig. Hilfsweise kann auch noch der Aminosäureindex bestimmt werden. Es hilft also nicht mehr pflanzliche Kost zu essen - wenn bestimmte Aminosäuren fehlen kommt es zu Störungen der Körperfunktionen (siehe hierzu auch "Minimumgesetz" (Liebig'sches Faß), demnach " .. kann ein Organismus sich nur so weit entwickeln, wie es die knappste Ressource erlaubt .."

Zusammenfassend läßt sich daher feststellen:

Eine rein vegetarische Ernährung ist untypisch für Menschen. Es besteht die Gefahr ein Defizit an Aminosäuren zu entwickeln - das allerdings geschieht schleichend über viele Jahre, bevor die Mangelerscheinungen sichtbar werden. Besonders eine Umstellung der Nahrung in höherem Lebensalter ist dabei gefährlich, denn der alternde Organismus kann solche Mangelzustände nur schwer oder überhaupt nicht mehr kompensieren

 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Literatur
 
- www.scheffel.og.bw.schule.de
- www.histokomp.de
- home.arcor.de (Übersichtstafel)

- www.zum.de
- geschichte-der-menschheit.de

- www.blinde-kuh.de

- science.orf.at

- www.welt.de

 
Zusatzinfo:
[Bildzitate aus "Zentrum der Gesundheit"]
Nur um einmal aufzuzeigen wie gelogen wird um "Nahrungsergänzung" zu verkaufen zwei Kopien von Text von einer solchen Seite. Das in der ersten Abbildung behauptete Verhältnis von "verwertbaren Substanzen" ist genau umgekehrt - 90% Fleisch werden 'verarbeitet', gegenüber nur 50% aus Pflanzen.
Die in der zweiten Abbildung behauptete "Übersäuerung" ist eine glatte Lüge / Erfindung - denn bereits im Magen werden Eiweiße zerlegt und die daraus entstehenden Peptidverbindungen sind amphoter, d.h. sie wirken nach außen "neutral", nicht "sauer". Ganz unverblümt wird dann auch folgerichtig auf Produkte verwiesen - es geht darum Angst zu schüren und dann die (scheinbar richtige) Lösung anzubieten.
Das ist keine "korrekte Gesundheitsaufklärung" sondern bewußte Irreführung in eigennütziger Absicht.
1
2

Wenn die Ursache von Krebs bekannt wäre gäbe es mittlerweile auch eine Behandlung dafür - das alleine ist schon Erklärung genug warum die behauptete "Krebsauslösung" eine glatte Lüge darstellt.

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Erstveröffentlichung: 15. Mrz 2014 um 22:50

 

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Dienstag, 29. Mai 2018
# 0435: Wer ist es denn nun?

Der WDR hat laut Berichten in verschiedenen Veröffentlichungen einen langjährigen Mitarbeiter - Selbsteinschätzung „Alpha-Tier“ - fristlos entlassen. Zur Identität ist nirgendwo etwas zu lesen, es werden nur Hinweise wie "Auslandsstudio", "war weiter gelegentlich in der Tagesschau zu sehen", oder "die Leitung des Fernsehstudios in Warschau" gegeben.

Mich ärgert das. Was soll die Geheimniskrämerei? Bei anderen, noch prominenteren Personen war die Presse schnell mit der Veröffentlichung von Berichten mit Klarname und Bildern. Gibt es da irgendeine unbekannte Übereinkunft WDR-Mitarbeiter in Fällen sexueller Belästigung anonym zu lassen?

Schaut man nach, so stößt man über Stichworte wie "Rohren-Seminar" schließlich bei "wayback" auf den Namen des Seminarleiters und seiner Ehefrau.

Wozu also das Herumgerede um den heißen Brei?
Es kommt doch sowieso heraus.

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Dienstag, 22. Mai 2018
# 0434: Eine neue Sportart

Größeres Photo
 
Tja, liebe Leute, es ist immer noch Raum für neue Sportarten an die bisher noch niemand gedacht hat. So wie den GrillSPORT, eine völlig neue Disziplin, und wir können gespannt sein, wann dieser SPORT olympiareif sein wird.

Sodann entscheidet sich:
Reiner Frauen- oder MännerSPORT, oder dürfen gemischte Teams antreten?

Unterkategorien werden sicher Rind, Schwein, Lamm, Geflügel und Fisch sein, für die Vegetarier dann die Kategorie Gemüse - und Sie ahnen schon welche Variationsbreite sich hier auftut!

Dazu noch die diversen Zubereitungsformen des Grillgutes, als Rohfleisch- oder Rohgemüsestücke, 'convenient food' - also bereits vorgewürzt, und schließlich die Fertigprodukte wie Würste, Veggieburger & deren Fleischvariante und Spieße.

Zudem kommen natürlich die verschiedenen Arten von Grills in Frage.
Holzkohle-, Gas- oder Elektrobefeuerung? Habe ich noch welche vergessen?

Auf Tray, Folie oder blank auf dem Rost grillen?

Welche Maße dürfen die für olympische Zwecke eingesetzten Bratroste haben? Das heißt welche Fläche, wie hoch und aus welchem Material sollen sie gefertigt sein?

Schließlich geht es nicht ohne angepaßte Bekleidung für die Grill-Olympioniken:
Kurze oder lange Hosen, kurze oder lange Ärmel, oder irgendetwas dazwischen?
Welche Art Schuhe muß es sein? Dürfen zwecks erhöhter Sicherheit gegen Ausgleiten auf herabfallendem Grillgut genagelte Schuhe getragen werden?

Soll eine Schürze in kurz, mittel, oder lang angezogen werden dürfen?

Wichtig ist noch die Frage, ob die Griller während des Wettkampfes Getränke zu sich nehmen dürfen, wenn "JA", welche, in welcher Menge und in welcher Zeit?

Habe ich noch etwas vergessen?
Bestimmt.
So ein SPORT will schließlich geregelt sein, da wird nichts dem Zufall überlassen.

Ach ja, da fällt mir noch ein:
Wo bekommt man das Formular für die Antragstellung auf "SPORTförderung" durch das Ministerium für Familie etc., denn schließlich will der GrillSPORTler ja nicht auf den Kosten sitzen bleiben während Andere sich die Ergebnisse seines Einsatzes schmecken lassen .... ob das dann die Bewerter sind?

Fragen über Fragen.
Das muß etwas wirklich Ernsthaftes sein.



 
[Grill - Synonyme lt. Duden: Barbecue, Bratrost, Rost]
 

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Dienstag, 6. März 2018
# 0433: BABYLON ...?

Auf vielen Plätzen in Spanien bilden sich "Kulturen" aus einzelnen Nationalitäten - und wenn die Nutzer doch aus verschiedenen Ländern stammen besteht die Neigung sich nach Landsmannschaften zusammenzuschließen. Das also, was man "Burgenmentalität" nennt. Oft ein Zeichen mangelnder Offenheit gegenüber Fremdem, was mit "Bürgerlichkeit" umschrieben wird und schlichtweg "Vorurteil" genannt werden kann. Angst vor dem Unbekannten - die wird seit Jahren von unseren Politikern geschürt - bringt solche ängstlichen Menschen hervor.

Ein Grund dafür mag die Platzgröße sein - je größer der Platz desto breiter das Spektrum der Besucher. Allerdings gilt wohl eher eine Art Glockenkurve, nach der besonders kleine und ganz große Plätze die interkulturelle Kommunikation fördern, während in den mittleren Größen eher nationalitätenbedingte Zusammenschlüsse vorherrschen.

Diese anderen Beispiele, bei denen sich zwischen den verschiedenen Nationalitäten übergreifende Kommunikation entwickelt, gefallen mir persönlich gut. Hat man doch so die Gelegenheit etwas über das Mutterland der Gäste aus erster Hand zu erfahren. Das ist wiederum mindestens davon abhängig wie gut die einzelnen Personen in der Lage sind sich einer gemeinsamen Sprache zu bedienen - und im Regelfall ist es Englisch.

Da ist die Generation der Ü50 aus Deutschland bedauerlicherweise schlecht aufgestellt, insbesondere dann, wenn es Bewohner des ehemaligen Ostens (DDR) sind. Viele 'Westler' sind da nicht viel gewandter, es wurde eben in unseren Real- und Hauptschulen oft wenig Wert auf Sprachkenntnisse gelegt.

Wer einen gymnasialen Abschluß hat ist meist zu fließender Kommunikation in der Lage, und aufgeschlossener was "Andersartigkeit" angeht ist parallel zu verzeichnen: Weniger Vorurteile, mehr Aufgeschlossenheit.

Wo ich mich derzeit aufhalte gibt es acht verschiedene Nationalitäten:
Dänemark, Belgien, Niederlande, Schweiz, Österreich, Deutschland, England und Irland. Einige der Bewohner sind schon viele Jahre in Folge hier, andere zum ersten Mal.

Obwohl ich seit Jahren die These vertrete, dass das Berufsleben abgeschlossen ist und was wer einmal war keine Bedeutung hat, bleibt doch die Tatsache:

Bessere Bildung und Erfahrung mit Ausländern auf der (früheren) Berufsebene führt zu mehr Aufgeschlossenheit im Ruhestand. Wer sich 40+ Jahre irgendwo lediglich in einem muffigen Büro den Hintern platt gesessen und Sansiverien gegossen hat, BILD für eine Zeitung hält, und Döner für eine Mahlzeit, wird sich dementsprechend verhalten.

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Sonntag, 28. Januar 2018
# 0432: Die Woche(-n) in Bildern [1. & 2. KW 2018]
 
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Freitag, 5. Januar 2018
# 0431: Von Tieren und deren "Verwertung"

"Die Katze schaut auf uns runter.
Der Hund schaut zu uns auf.
Das Schwein begegnet uns auf Augenhöhe."


[Leicht verändert zitiert aus diesem Artikel]
 

Das obige Zitat ist sicher allseits bekannt - mindestens was die größten Gruppen von Haustieren angeht, nämlich Katzen und Hunde. Die erweiterte Fassung schließt nun die Schweine ein, die in Massenhaltung unter unsäglichen Bedingungen ihr Leben fristen und deswegen bestimmt nicht 'glücklich' sein können.
Wie so oft werden in dem Bestreben Tieren mehr Rechte zuzuordnen die Grenzen so hoch gesetzt, dass eine wirtschaftliche Haltung bei der augenblicklichen Nachfrage nicht erreicht werden kann. Dabei wäre es sicher schon ein Fortschritt zunächst die Zahl der gemeinsam gehaltenen Tiere in einer Stallanlage zu reduzieren und jedem Tier mehr Platz zu verschaffen. Nach und nach könnte dann über weitere Maßnahmen entschieden werden um schließlich zu einer "artgerechten" Haltung zu kommen.

Das ein Schwein nicht nur aus Filet, Kotelett und Schnitzel besteht wissen heute viele Menschen schon nicht mehr, ich habe es sehr früh gelernt. Deswegen habe ich auch keine Hemmungen Haxe, Schweinebauch, Kopfsülze, Blutwurst, Leberwurst, (Saure) Nieren und Leber zu essen - etwas, das mittlerweile aus der Mode gekommen ist, es paßt nicht zum modernen 'lifestyle' .... OK, vielleicht gerade noch Haxe, wenigstens im Süden des Landes.

Ich erinnenre mich noch sehr gut an meine Kindheit in einer mittelgroßen Stadt nahe Frankfurt/Main. Das war in den ersten Jahren nach dem Krieg, Anfang der 50er Jahre. Zweimal im Jahr waren wir zum "Schlachtfest" eingeladen, bei einer Freundin meiner Mutter, die ein paar Kilometer entfernt in einem kleinen Dorf wohnte.
Der Tag begann damit, dass das Schwein aus dem Stall geholt wurde. Vom ortsansässigen Metzer, der es sogleich mit einem Bolzenschußgerät vom Leben zum Tode brachte. Wir Kinder standen herum und sahen zu wie es dann an den Hinterläufen aufgehängt und wie ihm mit einem sehr scharfen Messer die Kehle durchschnitten wurde. das Blut fing der Metzger in einem Zinkeimer auf, und die Oma, die mit auf dem Gehöft wohnte, hatte dann die Aufgabe das Blut zu rühren und das entstehende Fibringerüst so daran zu hindern, das Blut gerinnen zu lassen. Es sollte doch Blutwurst daraus entstehen.

Währenddessen machte sich der Metzger daran das Schwein vom Schwanz her längs die Brust entlang bis zum Kopf aufzuschneiden, und dann nahm er ein kurzes, längliches Beilchen, öffnete so den Brustkorb entlang des Brustbeins und zog die Rippen nach rechts und links auseinander.
Unter dem Schwein stand eine etwas größere Wanne, in die wurden nach durchtrennen des Netzes (eine dünne Bindegewebsschicht, die die Eingeweide zusammen hält) Leber, Nieren, Blase, Darm samt Magen und die herausgelöste Lunge geworfen. Die anwesenden Frauen machten sich sodann daran die Eingeweide zu sortieren und den Darm zu entleeren - denn schließlich wurden all diese Teile das Schweines gebraucht um Wurst machen zu können. Der ausgewaschene Darm schwamm in einer großen Blechschüssel, bis ihn der Metzger nach Bedarf für die verschiedenen Wurstarten benutzte.

Derweilen war im Waschhaus, gleich neben der Scheune, der große Waschkessel gereinigt und mit Wasser gefüllt worden. Da hinein kamen alle für Wurst verwertbaren Teile des Schweines, sodass sich der Raum allmählich mit einem Geruch aus Kochfleisch und Gewürzen füllte, die der Metzger in großzügigen Schwüngen aus einem Papiersack in den Kessel warf.

Die 'besseren' Teile des Tieres, Schinken, Rippenstränge, Schulter lagen in bereit gestellten Schüsseln. Was da nicht weiter verarbeitet werden sollte kam ebenfalls in den großen Kessel und später in die Wurst. Muskelfleisch, Fett, Eingeweide und Teile wie Kopf und Beine nahm der Metzger nach angemessener Zeit wieder heraus und sie wurden kleiner geschnitten, dann durch einen Fleischwolf gedreht - so entstanden die verschiedenartigen Würste, je nach Fleischart und Gewürzzugabe.

Fertiggestellte Würste, ausgenommen Bratwurst, schwammen ebenfalls im großen "Wurstekessel" .... dessen flüssiger Inhalt, wenn alles fertig verarbeitet war, als Wurstsuppe mit frischem Brot an die anwesenden Helfer & Zuseher verteilt wurde - und da die Hausfrau großzügig war schwammen in dieser Suppe Wurststücke und Fleischbrocken.

Fleisch war in diesen Jahren ein- oder zweimal pro Woche auf dem Esstisch. Die örtlichen Metzger schlachteten genau so wie bei den Hausschlachtungen, allerdings einmal pro Woche. Dann konnte man bei ihnen mit der - zweckentfremdeten - Milchkanne "Wurstsuppe mit Einlage" bekommen. Einmal pro Woche! Wie auch anders, gab es doch noch keine Massenzucht von Schweinen wie jetzt. Geselliger und nachhaltiger waren die Hausschlachtungen bestimmt. Alles wurde verarbeitet, nichts wurde weggeworfen, niemand wandte sich angewidert ab wenn es darum ging Teile des Tieres zu essen die nicht aus reinem Muskelfleisch bestanden, wie etwa Innereien.

Manchmal wünsche ich mir diese Zeit zurück. Noch besser wäre es, wenn Jeder der Fleisch essen will wenigstens bei einer Schlachtung dabei gewesen wäre .... ich bin sicher, dann würde der Appetit auf tägliche Fleischration zurück gehen.

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Dienstag, 5. Dezember 2017
# 0430: .... ohne Kategorie

"click!" auf die Abbildungen/Texte öffnet eine neue Seite & vergrößert.

 
 2a 
768,- Euro für 20 m² ...!
das sind 9,- €uro mehr als unsere Miete für eine 4-Zi-Wohnung. Früher nannte man so etwas "Wucher" und es war strafbar ....
 2b 
....
 
 2c 
....
 2d 
....
 
 2e 

 2f 
Nur Elefanten brauchen einen Rüssel - nach Protesten wurde die zunächst erlaubte Einfuhr von Jagd-Trophäen nach U.S.A. wieder kassiert ....
 
 2g 
Es gibt noch originelle Ideen für Schilder - so wie dies ....
 2h 
Da wo die evangelikalen Fundi-Christen für fast Alles sind - außer für legalen Schwangerschaftsabbruch.
Was für ein verlogenes Pack!
 
 2i 
Hier sagt 'mal Einer was öfter gesagt werden müßte ....
 2k 
carnival barker = Ausrufer, der Attraktionen beim Jahrmarkt anpreist um Publikum in die Zelte zu locken ....
 
 2l 
Da ist England keine Ausnahme - bei uns wird ja genauso schamlos übertrieben um die Massen in Angst &manipulierbar zu halten ....
 2m 
....
 
 2n 
Der US-Amerikanischen und Britischen Skandalblättern war dabei besonders wichtig, dass die Braut gemischtrassig sei - kein Wunder also, wenn der Rassismus grassiert bzw. wieder auflebt ....
 2o 
....

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Mittwoch, 1. November 2017
# 0429: Von Nachbarn, Fremden und Geflüchteten ....

Ein Zitat [Quelle]:

" .. Stellen Sie sich vor, Sie und Ihre Nachbarn müssten wegen Bürgerkrieg, Hunger, Terror fliehen. Da wäre die hilfsbereite Familie Meier, die allerdings entsetzlich fromm ist. Dann der rechthaberische Herr Müller, mit dem man aber schon auskommen kann, die intrigante Tratsche Krause, die zwanghaften Hubers, bei denen kein Gräschen am falschen Ort wachsen darf. Schließlich wären noch die Hansmanns aus der Villa, Ellenbogenmenschen, die sich für was Besseres halten, und die dubiosen Frankes, bei denen man nicht so genau weiß, wovon sie leben.

swe

 

Glauben Sie, dass Sie und Ihre Nachbarn am Ende der Flucht geläutert und mit Heiligenschein versehen wären? Nein! Sie alle wären genauso hilfsbereit, rechthaberisch, intrigant, rücksichtslos, faul wie zuvor .. "
 

Es ist fürwahr schon eine beachtenswerte Analyse die in diesem Beispiel steckt. Das wurde zwar für eine ganz andere Beweisführung erdacht, trifft jedoch den Nagel auf den Kopf. Die Namen sind natürlich rein zufällig, aber kennen wir sie nicht alle, die hilfsbereiten Meiers, rechthaberischen Müllers und die intrigante Tratsche Krause?

Egal wo man wohnt trifft man stets auf die genannten Charaktere. Unweigerlich entlarven sich solche Typen nach mehr oder weniger Vorlaufzeit durch ihr Verhalten.

Und wissen sie, liebe Lesende, was mich da am meisten stört?

Selbst wenn man sich nur um seinen eigenen Kram kümmert:
Es fällt dem rechthaberischen Müller etwas ein das er bemängeln kann, und die intrigante Tratsche Krause macht sich gern daran es einem möglichst breiten Kreis - ob der es wissen will oder nicht - unter größtmöglicher Ausschmückung, dazu erfundenen Details, mitzuteilen. Natürlich hinter vorgehaltener Hand und unter dem Siegel der Verschwiegenheit .... weswegen ich meine Zweifel habe wer der schlimmere Nachbar ist, der, der bemängelt und Streit vom Zaune bricht, oder die/der, die sich als Lokalzeitung um die Verbreitung bemüht.

Diogenes wußte schon warum er die Tonne als Wohnung wählte.

swe

PS
Ist das nun eine typisch deutsche Charakterisierung? Wohl kaum, denn wo ich bisher für längere Zeit gelebt & gewohnt habe gab es diese Varianten an Zeitgenossen, mal mehr, mal weniger ausgeprägt, rein oder in Mischform ....

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Freitag, 20. Oktober 2017
# 0428: Winterfütterung

Heimische Singvögel brauchen im Winter Unterstützung. Futterstellen sollten jetzt schon eingerichtet werden, damit die Tiere bei einsetzendem Frost wissen wo sie etwas zu fressen finden ....

Video → youtu.be

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Samstag, 14. Oktober 2017
# 0427: "Wertsteigerung"

oder:
Die wundersame Geldvermehrung bei sinkendem tatsächlichen Wert.

Stellen Sie sich 'mal vor Sie gehen heute los und kaufen sich ein Paar neue Schuhe für 99,- €uro. Wieviel werden die im nächsten Jahr noch wert sein? Nichts - wenigstens nicht, wenn Sie sie verkaufen wollen. Für Sie selbst allerdings haben die Schuhe noch einen Wert, weil sie noch keine Löcher in der Sohle und keine schiefen Absätze haben ....

Wie sieht es aus wenn Sie einen Kleiderschrank für 800,- €uro kaufen und den wieder verkaufen wollen weil er um 12 cm zu breit ist und nicht in die vorhandene Nische paßt? Ein wenig anders als bei den Schuhen: Dafür könnten Sie bei einer Verkaufsplattform möglicherweise noch 100,- bis 120,- €uro erlösen. Immerhin, ein Teil der Investition verbleibt ihnen, der Rest ist zwar schmerzlich aber beim nächsten Mal werden Sie eben genauer messen ....

Jetzt schauen wir uns an was passiert wenn Sie ein Auto kaufen: Da legen Sie ca. 30.000,- €uro auf den Tisch und es gehört Ihnen. Nach ein paar Jahren, sagen wir mal 4 Jahren, wollen Sie ein neueres Modell, mit all den vielen zusätzlichen Eigenschaften die mittlerweile die Autofirmen einbauen, kaufen. Ihr 'altes' Auto ist jetzt maxinal 50% dessen wert wofür Sie es gekauft haben. Abzüglich der Händlermarge - der will ja schließlich daran noch etwas verdienen - bekommen Sie ca. 13.500,- €uro dafür.

Mittlerweile entschließen Sie sich ein Haus zu kaufen, nichts wirklich außergewöhnliches, sagen wir mal 120 m² am Stadtrand, eine Doppelhaushälfte. Das wird so um die 200.000,- €uro kosten. Für Notar und Steuern rechnen wir nochmal 15% oben drauf, das sind zusätzlich 30.000,- €uro, macht insgesamt 230.000- €uro. Ein durchaus normaler Preis für so ein Haus.
Ach, da habe ich noch den Makler vergessen, das sind noch 10.000,- €uro mehr.

Nachdem Sie gekauft haben finden Sie in Gesprächen mit den Nachbarn heraus, dass der Vorbesitzer das Haus 1999 für 180.000,- DM, also 90.000,- €uro gekauft hatte. Rechnen wir auch hier die Notar- und Grunderwerbsteuerbeträge dazu kommen wir auf einen Gesamtpreis von ca. 103.500,- €uro.

Jetzt kommt der durchschnittlich verständige Verbraucher ins Grübeln .... wieso sind all die anderen Güter nichts mehr, oder fast nichts mehr wert, das Haus aber kostet nach so vielen Jahren Nutzung mehr als das Doppelte dessen, was es einmal als Neubau kostete ..!? Dabei ist doch das Haus nicht mehr das allermodenste, es werden Renovierungen in Bad und Küche fällig, das Parkett muß abgeschliffen werden, und so weiter ....

Die Lösung ist einfach. Sie ist so offensichtlich, dass man glatt darüber hinwegsieht. So wie die meisten Menschen.

Die Banken stecken dahinter. Mit ihren hauseigenen Wertgutachtern sorgen sie dafür, dass es eine jährliche Steigerung der Preise gibt, ihre Immobilienabteilungen erledigen dann den Rest. Zudem heben sie die Maklermarge ganz sachte über die Jahre an:
Waren es in 1999 noch um die drei Prozent, so liegen wir jetzt bei mehr als 5%, und das zahlen nicht nur die Käufer, sondern (je nach Region) mittlerweile auch die Verkäufer. Eine Steigerung um 7% [3 → 5 , und das zweimal = 10 - 3 = 7%]. Die freien Makler folgen umgehend.
Alles obige war ohne Mehrwertsteuer, die hat sich in diesen Jahren von 13 auf 19% erhöht. Der Staat braucht immer mehr Geld, denn schließlich müssen ja die steigenden Abgeordnetenvergütungen & -pensionen irgendwie bezahlt werden.

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Last modified:
23.07.18 00:02

 

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"Qualitätsblogs" wie diese werden mit
"twoday" verschwinden und ich kann nicht sagen "Das tut...
Mr.Yoda, 23.07.18 00:02
# 0450: Ein "literarisches Tagebuch"
trifft auf einen persönlichen Weblog .... Ein großartiges Beispiel dafür,...
Mr.Yoda, 22.07.18 23:34
# 0449: Es ist warm
.... Es ist warm und ich bin immer wieder erstaunt,...
Mr.Yoda, 19.07.18 23:58
# 0448: Clausewitz: "das Einfache"
Der Krieg ist und bleibt "eine chaotische Mischung aus Ordnung...
Mr.Yoda, 15.07.18 00:36
# 0447: Kunst, riesengroß ....
[Quelle; Mehr Hintergrund via "Newatlas"]
Mr.Yoda, 13.07.18 14:22
# 0446: Von 1986 und
immer noch top-aktuell ...!
Mr.Yoda, 11.07.18 12:22
# 0445: Worum es wirklich
geht "Liebe dei­nen Näch­sten wie dich selbst" - aber was...
Mr.Yoda, 09.07.18 14:39
# 0444: 'multi-tasking-fähig' .... 'multi-tasking-fähig'
sol­len Men­schen heute am besten sein. → Geht das denn...
Mr.Yoda, 05.07.18 15:31
# 0443: Moderne Hexerei ..?!
Ich kann von Glück sagen, dass die Zei­ten der Inqui­si­tion...
Mr.Yoda, 03.07.18 03:47
# 0442: Aus "religiösen Gründen"
.... In den USA meh­ren sich die Fälle in denen...
Mr.Yoda, 28.06.18 08:15
# 0441: "Für meine Söhne
.... " "Für meine Söhne .... " schrieb Theo­dor Storm...
Mr.Yoda, 27.06.18 03:23
# 0440: So lange es
noch geht .... Das EU-Parlament stimmte am 20. Juni 2018...
Mr.Yoda, 22.06.18 13:30
# 0439: Jüdisch-christliche Werte? Weit
gefehlt! *update* [20.06.2018] Frü­her dachte man, es sei ohne die...
Mr.Yoda, 20.06.18 11:30
# 0438: Die Zukunft hat
schon lange begonnen .... .... nur so schleichend, dass wir...
Mr.Yoda, 16.06.18 15:23
# 0437: Gute Sitten ....
.... und eine grund­sätz­li­che Höf­lich­keit schei­nen in die­ser Zeit kei­nen...
Mr.Yoda, 12.06.18 15:17
# 0436: Unwissenheit .
Im zweiten Teil ging es darum wie naturwissenschaftliche Grundkenntnisse in die...
Mr.Yoda, 07.06.18 00:04
# 0435: Wer ist es
denn nun? Der WDR hat laut Berichten in verschiedenen Veröffentlichungen...
Mr.Yoda, 29.05.18 14:26
# 0434: Eine neue Sportart
→ Größeres Photo   Tja, liebe Leute, es ist immer...
Mr.Yoda, 22.05.18 00:58
# 0433: BABYLON ...? Auf
vielen Plätzen in Spanien bilden sich "Kulturen" aus einzelnen Nationalitäten...
Mr.Yoda, 06.03.18 23:15
# 0432: Die Woche(-n) in
Bildern [1. & 2. KW 2018]   -- error 700...
Mr.Yoda, 28.01.18 13:42
Danke für die Information. Das
ist mindestens ein weiterer Hinweis wie weit wir uns...
Mr.Yoda, 05.01.18 22:36
Sogar mein Metzger auf dem
Markt schaut erstaunt, wenn ich nach Innereien frage. Bringt...
Lakritze, 05.01.18 19:53
# 0431: Von Tieren und
deren "Verwertung" "Die Katze schaut auf uns runter. Der Hund...
Mr.Yoda, 05.01.18 14:25
# 0430: .... ohne Kategorie
"click!" auf die Abbildungen/Texte öffnet eine neue Seite & vergrößert....
Mr.Yoda, 05.12.17 23:24
# 0429: Von Nachbarn, Fremden
und Geflüchteten .... Ein Zitat [Quelle]: " .. Stellen Sie...
Mr.Yoda, 01.11.17 22:31

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